Lebendiges Zeugnis

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Ausgabe 03/2014: Trauer

Liebe Leserinnen und Leser!

Trauer ist eine elementare Grunderfahrung des Menschen. Sie ist die Reaktion auf den Verlust von Sachen, Hoffnungen, Fähigkeiten und besonders von geliebten Menschen. Trauer ist spontan, es liegt nicht in unserer Macht zu trauern oder nicht zu trauern. Trauer ist natürlich, sie ist eine normale, keine pathologische Reaktion und keine Krankheit, auch wenn Trauernde dafür anfälliger sind und Trauer sich zu einer sogenannten Komplizierten Trauer entwickeln kann, wenn Trauernde es nicht schaffen, sich sozialen Beziehungen und dem Alltag wieder zuzuwenden. Trauer ist lebenswichtig, sie muss zugelassen und durchlebt werden. Trauernde brauchen Menschen, die es aushalten, wenn Menschen trauern, die trösten, weil sie selber Hoffnung haben. Wo Trauende getröstet werden, wird die Liebe Gottes zu den Menschen konkret. Trauer ist der Ort der Alltagsseelsorge. Allen Unkenrufen der immer wieder behaupteten gesellschaftlichen Tabuisierung von Sterben und Tod zum Trotz erleben Trauernde, dass Freunde belastbar und Nachbarn und Kolleg/innen sensibel sind. Trauer ist der Ernstfall einer Seelsorge, die sich den existenziellen Erfahrungen der Menschen verpflichtet sieht und die sich getragen weiß von der Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Eine anregende und bereichernde Lektüre wünscht Ihnen

Ihr

Schriftleiter Prof. Dr. Hans Hobelsberger