Lebendiges Zeugnis

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Ausgabe 04/2017: Altern

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

alte Menschen sind die Zukunft der Kirche und Altenpastoral ein Schwerpunkt. Das klingt in unseren Ohren ungewohnt, die wir sonst mit voller Überzeugung behaupten, dass Kinder und Jugendliche die Zukunft der Kirche seien. Abgesehen davon, dass es sinnvoller ist, junge Menschen als Gegenwart der Kirche zu sehen und sie nicht für die Prolongation des Bestehenden in die Zukunft zu vereinnahmen, werden ältere Menschen noch mehr als bisher das Bild von Kirche und Pastoral prägen. Der Blick auf das „Altern“ zeigt paradigmatisch, dass eine „lebensalterbezogene Zielgruppenpastoral“ ausgedient hat. Alter bestimmt sich weniger nach dem kalendarischen Lebensalter, sondern nach physischer und geistiger Gesundheit, nach Mobilität, Selbstversorgung, Selbstbestimmung und Teilhabechancen am öffentlichen Leben. Eine Altenpastoral muss von daher bei den jeweiligen existenziellen Herausforderungen und Fragen der alternden Menschen ansetzen und sie mit dem Evangelium vermitteln. Das geschieht in konkreter Hilfestellung für den Alltag und einer Kommunikation des Evangeliums, die die speziellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Fragestellungen der alternden Menschen integriert. Im letzten Teil der Literaturreihe thematisiert Erich Garhammer passender Weise existenzielle Fragen aus ausgewählter Gegenwartsliteratur. Gerade der Abschnitt über das famose Buch von Arno Geiger „Der alte König in seinem Exil“ kann als Blaupause einer existenziellen Altenpastoral gelten. An der Realisierung des Heftes haben Prof. Dr. Ulrich Feeser- Lichterfeld und Dr. Peter Bromkamp mitgewirkt – herzlichen Dank dafür.

Mit den besten Wünschen für eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, in der Sie sich selbst und den Anderen näher kommen, weil Gott uns nahe gekommen ist, grüße ich Sie herzlich

Ihr

Schriftleiter Prof. Dr. Hans Hobelsberger